Ich bin Lina

Hey Leute, ich bin´s mal wieder!

Wer mich noch nicht kennt, bekommt hier einen kurzen Lebenslauf.

Geboren wurde ich in Griechenland und lebte dort auf der Straße. Puhh, da hatte ich echt Glück nicht überfahren worden zu sein. Eine Urlauberin kam, holte mich von der Straße und brachte mich zu einer griechischen Tierschützerin. Allerdings konnte ich da aber nicht lange bleiben weil schon ganz viele andere Hunde bei ihr lebten die alle ein neues Zuhause suchten.
Also hat man für mich nach Hilfe im Internet gesucht.
So kam ich zu einer Tierschützerin nach Köln, lebte dort einige Wochen bis ich schließlich ein Zuhause in Bochum gefunden hatte.

Aber dann kamen plötzlich die Schmerzen und ich konnte überhaupt nicht mehr richtig laufen.

Meine neue Familie hatte aber leider kein Geld für den Tierarzt und hat sich bei dem Verein KIS Ruhr e.V. Hilfe gesucht. Von diesem Verein wurde mir auch gleich angeboten ein neues Zuhause zu suchen.

So brachte mich mein damaliges Frauchen zum Tierarzt, wo auch schon die Frau vom Tierschutzverein KIS Ruhr e.V. auf mich gewartet hat. Ich musste mich jetzt erstmal von meiner alten Familie verabschieden und dann ging es auch gleich in den Untersuchungsraum.

Das war überhaupt nicht schön für mich. Der Doktor hat so komisch an meinen Hinterbeinen gezogen und das tat so weh, dass ich ganz laut geschrien habe. Dann meinte der Doc, er müsse röntgen und dann hat er was ganz Schlimmes gesagt. Er hat die Frau von KIS Ruhr e.V. gefragt ob er mich jetzt erlösen soll. Meine beiden Hüften wären so dolle kaputt, dass ich mit den schlimmen Schmerzen nicht weiterleben kann und die Operationen so unendlich teuer wären.
Ich hatte doch jetzt auch keine Familie mehr die das hätte bezahlen können. Die Frau von KIS Ruhr e.V mit der großen Brille machte ganz traurige Augen und sagte:

„Auf keinen Fall“, wir wollen helfen. Ich weiß zwar noch nicht wie aber wir lassen uns was einfallen.

Bitte geben sie ihr Medikamente gegen die starken Schmerzen ich bringe die weiße Maus jetzt erstmal zu ihrer Pflegefamilie Sandra und Gero. Dann sehen wir weiter.

Also ab ins Auto und zu meiner neuen Pflegefamilie.
Hey Mann, da wohnte ja auch schon ein anderer Hund. Der sieht ja toll aus! Leider konnte ich keine großen Runden mit dem drehen weil mir trotz der Medikamente meine Hüften schmerzten.

Eine Lösung musste her…
Mein neuer Pflegepapa hatte die Idee meine Geschichte ins Internet zu stellen und alle Menschen der Welt um Hilfe für mich zu bitten.
Das war vielleicht eine Menge Arbeit für ihn …puh!

Es wurden ganz viele Fotos und Videos von mir gemacht und ich fühlte mich wie ein Topmodel.
Es dauerte ein paar Wochen und ganz viele liebe Menschen die mich gar nicht kennen haben für mich gespendet damit endlich operiert werden kann und nicht mehr solche Schmerzen haben muss.

Eines Tages sind wir nach Osnabrück gefahren – in ein Hundekrankenhaus – und da bekam ich dann auch meine neue Hüfte.

Ich musste 5 Tage lang dableiben und wurde dann von Mama, Papa und der Frau mit der großen Brille abgeholt. Ich habe mich so sehr gefreut! Die Frau mit der Brille ist übrigens Julia, meine neue Tante und die 2. Vorsitzende des Vereins KIS Ruhr e.V.

Jetzt musste ich erstmal 10 Wochen meinen Popo ruhig halten obwohl ich doch so gerne getobt hätte. Die Hüfte tat nicht mehr weh aber musste noch ganz lange verheilen.
In der Zwischenzeit habe ich auch Physiotherapie von einer total coolen Frau namens Tanja bekommen. Die kam immer zu mir nach Hause und hat an meinen Beinen gespielt.

Wir sind dann auch noch bei einer anderen netten Frau in Dortmund gewesen. Die hatte eine ganz große Hundebadewanne!!!
Da hab ich mich ehrlich gesagt erst nicht reingetraut aber nachher fand ich es ganz gut. Wasserphysio heißt das glaub ich. Denn nun mussten ja wieder ganz viele Muskeln aufgebaut werden.

Langsam durfte ich auch immer größere Runden laufen und es klappte immer besser. Aber mein Frauchen hat erst jetzt gemerkt, dass ich eigentlich ganz schön ungezogen bin.
Na ja, welcher Hund hat schon ein Hüftimplantat und hat auf der Straße gelebt? Da kann man schon mal große Schnauze zu anderen Hunden haben oder?

Nein, meinten meine Eltern. Das geht so nicht.
Wir sind dann immer zusammen mit so einem Nachbarn und seiner Schäferhündin Vinja große Hunderunden gelaufen.
Mann, Mann, Mann, von den Beiden konnte ich noch ganz schön viel lernen.

Die Monate vergingen, ich habe mich super eingelebt, gehe noch immer in eine Hundeschule, liebe meine Pflegeeltern und meinen neuen Hundebruder Wombi.
Meiner Hüfte geht’s inzwischen super gut und ich kann fetzten was das Zeug hält.

Doof ist nur, dass ich ganz oft Probleme mit Allergien bekommen habe.
Dann jucken mir die Pfötchen, die Schnauze und die Ohren. Ich hatte davon schon kleine Pickelchen in den Ohren, Ohrenentzündungen, meine Schnauze war schon mal ganz huckelig.
Dann kann ich einfach nicht mehr aufhören zu kratzen. Weil wir deswegen schon so oft beim Tierarzt waren haben wir immer so eine blöde Ausschlußdiät und sogar schon einen Allergietest gemacht.

Boah ey. Ich bin ja echt fast gegen alles allergisch und darf gar nicht essen was ich will. Mama kocht mir momentan Quinoa zum Pferdefleisch weil ich keinen Reis, keine Kartoffeln und dies und das nicht vertrage. Es ist schon echt nicht ganz einfach mit mir.

Leider ist das noch nicht alles. Vor einigen Monaten war ich ja bei der Impfung. Das war überhaupt nicht so schlimm aber 18 Tage später, ich hatte gerade so schön mit meinem Hundebruder gespielt und meine Mama genervt, bekam ich plötzlich so einen doofen Krampfanfall.
Ich wusste gar nicht was los ist. Alles war plötzlich stocksteif und ich konnte nicht mehr richtig laufen. Meine Beine zuckten unkontrolliert und mein Kopf war plötzlich ganz schief. Mama hat das sofort bemerkt und Papa hat mich ganz schnell ins Auto gebracht und zum Hundekrankenhaus gefahren.
Als wir da ankamen ging es mir wieder gut aber meine Eltern waren ganz schön fertig aus Sorge um mich. Sie haben dann noch ein Notfallmedikament gegen Epilepsie mitbekommen.
 
Ich hab dann noch ganz tapfer eine Blutprobe von mir abgegeben und durfte nach der Untersuchung wieder nach Hause. Alles war wieder gut. Jedoch musste ich ca. 3 Wochen später nachgeimpft werden. Das war wieder ein „Klacks“. Kleiner Pieks kann mich nicht mehr schocken, jedoch am nächsten Tag war wieder alles blöd.

Meine Mama war nicht zuhause und hat Tante Julia von KIS gebeten nach mir zu sehen.

Sie kam gerade zur Tür rein und ich hatte wieder so einen blöden Anfall. Ich rannte völlig orientierungslos durch das Wohnzimmer und hab eine Palme umgeworfen. Wollte durch die Wand laufen und meine Beine zitterten bis ich zusammengebrochen bin.
Meine Mama hat aber Tante Julia vorsorglich schon mal das Notfallmedikament rausgelegt und Julia hat es mir dann in den Po gemacht.
Seitdem kriege ich immer morgens und abends so komische Tabletten gegen Epilepsie. Am Anfang war das voll blöd für mich. Mir war ganz schwindelig und ich war wackelig auf den Beinen, hatte keine Lust mehr zu laufen und wollte nur noch schlafen. Aber nach ein paar Wochen habe ich mich dran gewöhnt und Mama sagt ich wäre wieder die alte Nervensäge und küsst mich dabei.
Jedenfalls habe ich im letzten Jahr schon echt eine Menge erlebt und ganz viel Geld und Nerven gekostet. Deshalb sage ich allen die mir geholfen haben an dieser Stelle ein ganz dickes fettes

HUNDEDANKESCHÖN WAU WUFF

Mein Name ist Lina (früher hieß ich Adina)